IP-Adressen sperren mit iptables
Brute-Force-Angriffe, Spam-Bots oder auffällige IPs lassen sich mit iptables schnell und dauerhaft blockieren – direkt auf dem Server ohne externe Firewall.
Wer einen Linux-Server betreibt, begegnet früher oder später auffälligen IP-Adressen: Brute-Force-Versuche auf SSH, massenhafte Formularanfragen oder Crawler, die den Server belasten. Mit iptables lassen sich solche IPs schnell und direkt auf Betriebssystemebene blockieren.
Eine IP-Adresse sperren
iptables -A INPUT -s 1.2.3.4 -j DROP
Der Schalter -A INPUT hängt die Regel an die INPUT-Chain an. Alle eingehenden Pakete von der IP 1.2.3.4 werden verworfen (DROP) – ohne Antwort an den Absender.
Eine IP-Adresse wieder freigeben
iptables -D INPUT -s 1.2.3.4 -j DROP
-D löscht die Regel. Die IP-Adresse ist danach wieder erreichbar.
Ganzes Subnetz sperren
iptables -A INPUT -s 1.2.3.0/24 -j DROP
Nützlich bei Angriffen aus einem zusammenhängenden IP-Bereich. /24 sperrt alle 256 Adressen im Subnetz.
Aktuelle Regeln anzeigen
iptables -L -n -v
-n verhindert DNS-Auflösung (schneller), -v zeigt Paketzähler.
Regeln dauerhaft speichern
iptables-Regeln sind nach einem Neustart weg, wenn sie nicht gespeichert werden:
# Debian/Ubuntu iptables-save > /etc/iptables/rules.v4 # Beim nächsten Boot laden iptables-restore < /etc/iptables/rules.v4
Alternativ: Das Paket iptables-persistent übernimmt das automatisch.
REJECT statt DROP
iptables -A INPUT -s 1.2.3.4 -j REJECT
Mit REJECT erhält der Absender eine explizite Ablehnung zurück; mit DROP läuft die Verbindung ins Leere (Timeout). Für Sicherheitszwecke ist DROP meist vorzuziehen, da weniger Information nach außen gegeben wird.
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